Dankbar sein

 

Bei uns stehen oft riesige Portionen am Tisch, wir feiern Feste mit Unmengen an Essen und schlemmen auch ab und zu in Restaurants. Doch diese Fülle an Lebensmitteln, für welche wir an Erntedank besonders danken, ist für Kinder in Afrika nicht selbstverständlich. Bei den vielen Leckereien, die die Schüler der 1a in der Pausenbox hatten, konnten sie sich das so gar nicht recht vorstellen. Deshalb kam Katharinas Papa, Herr Schwarzfischer, in den Religionsunterricht der 1a. Er ist schon viele Male nach Afrika gereist und unterstützt die Einwohner dort. Herr Schwarzfischer hatte uns Bilder von seinen Reisen mitgebracht. Er erzählte, dass die Kinder in Afrika fast eine Stunde lang zu Fuß zur Schule laufen. Vor dem Unterricht müssen sie auch noch Brennholz sammeln. 55 Schüler sitzen eng gedrängt in einer Klasse. Mittags gibt es einen Milchbrei. Sonst nichts! Brunnen werden aufwendig gebohrt und die Schüler müssen das Wasser in Kanistern nach Hause tragen. Gespannt lauschten die Kinder der 1a den Erzählungen von Herrn Schwarzfischer. So intensiv hatten sie sich noch nie mit dem Thema auseinandergesetzt. Eigentlich wollte uns Herr Schwarzfischer nur kurz aus seiner Zeit in Afrika erzählen, doch die Schüler waren so fasziniert von diesem fernen Land, dass der Pausengong glatt überhört wurde. An diesem Tag genossen die Kinder ihr leckeres Pausenbrot mit dem Wissen, dass so eine „einfache Brotzeit“ nicht selbstverständlich ist.

 

Schwarzfischer

 

Feierliche Amtseinführung von Frau Ehrenreich

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 „Heut wird gefeiert und das hat seinen Grund, Sie sind jetzt Rektorin im Vilstal drunt. Willkommen in Reisbach Applaus, Applaus“ – die Chorgruppe aus Oberhausen begrüßte die Gäste zur Amtseinführung der neuen Rektorin Birgit Ehrenreich auf besonders flotte Weise.
Konrektorin Sandra Schütz durfte dazu die „ehrenreiche“ Familie begrüßen, nämlich Christian, Lisa und die „Neue“ Birgit Ehrenreich. Zu 100 Prozent ist sie an der neuen Wirkungsstätte bereits angekommen, hat Energie und Schwung und große Lust auf die Arbeit mitgebracht. Als Sportlerin hat sie den Staffelstab schnell übernommen und man dürfe den frischen Wind bereits spüren. „Ned zu kalt, ned zu stark, sondern mitreichend und gerade recht“. Der Start sei unkompliziert und leicht von Statten gegangen – auf gut bayerisch gesagt: „es passt einfach!“. 

Schulamtsdirektor Stefan Pielmeier ging darauf ein, dass nun zwei Personen die Schule leiten, die viele Kompetenzen und Erfahrungen in Sachen Unterricht, Verwaltung und Leitung mitbringen. Sandra Schütz als Konrektorin mit der längeren ortsbezogenen Erfahrung und Birgit Ehrenreich mit dem Blick von außen, der hilfreich ist und vor „Betriebsblindheit“ schützt. Er ging auf den Werdegang der neuen Rektorin ein, die 1990 ihr Studium begann, 1997 ihre zweite Staatsprüfung ablegte und seither in Mamming, Vilsbiburg, Postau, Landau und Simbach tätig war. „Ich schätze die hohe Fachkompetenz, die Sorgfalt und Genauigkeit, die Zuverlässigkeit und Leidenschaft, mit der sich Birgit Ehrenreich für ihre Schule und ihr anvertrauten Kinder einsetzt.“ Sie erfüllt alle Erwartungen an eine Lehrkraft und eines Schulleiters vorbildlich, sie verfügt über ausgezeichnetes Fach- und Organisationswissen, kennt zeitgemäße Methodik und Didaktik des Unterrichts und setzt sie um. Sie ist begeisterte Sportlerin, weshalb der Redner den Vergleich zum Sport suchte. Sie hat ein Faible für viele Sportarten, auch die Schulleitung birgt verschiedene Aufgaben. Es braucht ein Team, man muss jeden wahrnehmen und mitnehmen, das Team müsse sich gegenseitig anfeuern und stützen und nicht nur auf „Order“ handeln, „dann kann man gemeinsam punkten“. Im Radsport dürfe man das Ziel nicht aus den Augen verlieren, müsse nach vorne blicken und auch mal rechtzeitig bremsen. Ab und zu wird es Gegenwind geben bei bestimmten Entscheidungen. Das Tandemrad mit Sandra Schütz bringt neue Qualität und die Kraft von zwei Herzen bei der Aufgabe, die Schule zu leiten und zu entwickeln. Es ist wichtig, mit gutem Vorbild als Leiter einer Schule zu agieren, der durch Tatkraft und Können, aber auch sensibles Wahrnehmen Impulse setzt und Vorhaben in Angriff nimmt. „Der Schüler soll nicht Gedanken, sondern denken lernen; man soll ihn nicht tragen, sondern leiten, wenn man will, dass er in Zukunft von sich selbst zu gehen geschickt sein soll“ – ein Zitat von Immanuel Kant ist mittlerweile über 200 Jahre alt und hat dennoch nichts an Aktualität eingebüßt. 

„Wir sind froh, Sie hier zu haben“ so Diakon Werner Aigner. Ein Neuanfang bringe immer ein Loslassen mit sich. Bei einer Betrachtung mit Humor lasse sich das Leben gut gestalten, Ernst und Humor gehören in gewisser Sicht zusammen, denn eines allein hält man nicht gut aus.
Bürgermeister Rolf-Peter Holzleitner ging darauf ein, dass die Gemeinde knapp 8000 Einwohner zähle, jeder davon ein Individuum. Es ist schön Neues kennenzulernen und die Eigenheiten zu ergründen. „Die Schüler sind die Schäfchen der Lehrer“ – es ist schön, dass man nun mit Birgit Ehrenreich ein neues Mitglied in der Schulfamilie habe. An der Schule werden die Kinder auf ihre Zukunft vorberietet, die Gemeinde unterstütze natürlich gerne. Als Schulleiterin habe Birgit Ehrenreich nun die Talente aus ihren Teammitgliedern „herauszukitzeln“, denn so funktioniere ein gutes Team, wenn jeder seine Stärken einbringt. Mit Verantwortung will man gemeinsam in die Zukunft gehen, dabei die Wurzeln nicht vergessen und sich trotzdem auf Neues einlassen.

Elternbeiratsvorsitzende Monika Ebnet dankte dem gesamten Lehrerteam für ihr Engagement. Der Beruf des Lehrers sei sicher nicht immer einfach und daher habe man für Brigit Ehrenreich ein kleines Starterpaket zusammengestellt, damit ihr ihre Energie erhalten bleibt. „Wir als Elternbeirat haben immer ein offenes Ohr und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder!“.
Und dass die Stimmung an der Schule passt, das verdeutlichten die Lehrer mit dem Lied „In Reisbach, da gibt’s jetzt a neue Chefin“ ganz deutlich. „Sie wirbelt durch´s Schuihaus, ramt auf und packt o“ sangen sie. „Und so derfs weidergeh, weil so wie´s jetzt is, wars auf jeden Fall so richtig schee!“.
Eine sichtlich gerührte Birgit Ehrenreich dankte allen Redner und Mitgestaltern des Tages. „Es ist schön, hier zu sein“. Natürlich brachte die Veränderung, der Umbruch und der Schulwechsel zunächst gemischte Gefühle mit, doch „ich bin froh, dass ich den Mut dazu hatte!“. Sie habe nach wie vor großen Respekt vor der Aufgabe „Schulleitung“, doch sie fühlt sich hier wohl und zugehörig, wurde mit offenen Armen und großer Hilfsbereitschaft empfangen und darf hier mit einem tollen Team arbeiten. „Ich bin stolz, mit so einem Team die Schule entwickeln zu dürfen. Schule gestalten heißt, alle Beteiligten mitzunehmen und in den Entscheidungen aufzunehmen“ – so gelingt es, dass sich alle mit und in der Schule wohlfühlen. „Lernen soll Freude bereiten“, es soll Platz für Selbstverwirklichung und Persönlichkeitsbildung da sein und die Werte wie Rücksichtnahme, Wertschätzung, Verantwortung und viele mehr Platz haben.

Vor Ort waren zur Amtseinführung: Schulamtsdirektor Stefan Pielmeier, Bürgermeister Rolf-Peter Holzleitner, Pfarrer Marius Frantescu, Diakon Werner Aigner, Elternbeirat mit Vorsitzender Monika Ebnet, Förderverein mit Vorsitzendem Dr. Gunnar Scharf, Sekretärin und gute Seele Beata Eingärtner, Rektorin der Mittelschule Martina Huber, das Hausmeisterehepaar Matthäus und Angelika Aigner, Vertreter der Kindergärten, Mittagsbetreuung sowie das Kollegium.

 

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Verkehrserziehung Bustraining

 

Reisbach/Oberhausen. Eine etwas andere Unterrichtsstunde – aber nicht minder wichtig, stand auf dem Unterrichtsplan der ersten und vierten Klassen der Grundschule in Oberhausen und Reisbach. Ziel war es, anhand eines praktischen Anschauungsunterrichts den Schülern die Gefahren rund ums Busfahren aber auch generell im Straßenverkehr zu vermitteln und Verhaltensregeln mit auf den Weg zu geben. Dazu war Verkehrserzieher Josef Beer vor Ort um gemeinsam mit dem Busfahrer Günther Wenger vom Busunternehmen Mückenhausen, die Buben und Mädchen zu sensibilisieren.
Sie wiesen die Kinder darauf hin, dass sie sich beim Warten auf den Bus hinter der markierten Linie anstellen sollen und vor allem beim Einfahren es Busses besondere Vorsicht geboten ist. Beim Einsteigen sollte die Schultasche nicht auf dem Rücken getragen werden, damit andere nicht gefährdet werden. Anschließend heißt es am Platz sitzen bleiben und anschnallen und wer n der Haltestelle aussteigen möchte, sollte beim Aufstehen warten, bis der Bus steht. Und auch an dieser Haltestelle gilt es, hinter der Buslinie zu warten, bis der Bus weggefahren ist. Dann hat man vollen Einblick auf die Straße und kann diese überqueren. Damit die Kinder ein Gespür dafür erhielten, dass der Fahrer des Busses sie nicht sehen kann, wenn sie vor dem Fahrzeug über die Straße laufen, durften sie selber Platz am Fahrersitz nehmen und sich davon überzeugen. Wie Josef Beer betonte, könne die Unfallgefahr minimiert werden, wenn sich die Schüler an diese Regeln halten. Außerdem zeigte er ihnen auch den „Toten Winkel“ – den Bereich, der für den Busfahrer nicht sichtbar ist und wie viele Kinder in diesem Bereich „verschwinden“ können.
Und auch für den Straßenverkehr hatte er noch viele wertvolle Tipps dabei. Zum Überqueren der Straße gelte stets – links, rechts, links zu schauen und dann zügig und auf kürzesten Weg die Seite zu wechseln. Dabei betonte er das Wort „GEHEN“, denn nur das Laufen könne man stolpern und so in Gefahr geraten. Außerdem sollte beim Radfahren unbedingt der Helm getragen werden und auch Mamas und Papas dürfe man diesbezüglich anmahnen. Bei der Fahrt mit dem Auto, müsse darauf geachtet werden, dass der Nachwuchs auf dem Kindersitz seinen Platz habe und angeschnallt ist.
Diese Praxisstunde hatte man vor zwei Schuljahren eingeführt. Da es sich gezeigt hat, dass das vermittelte Wissen nachhaltig über das gesamte Jahr hinweg bei den Kindern präsent war und sie sich an das Gelernte gehalten haben, soll es künftig fester Bestandteil an der Schule werden. Bereits vorab hatten sich die Schüler im Rahmen des Unterrichts entsprechend vorbereitet. Von Josef Beer erhielten sie zudem Malbücher, um das Erlernte darin nochmals zu vertiefen.

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Neue Pausenboxen

 

In der Aula im Schulgebäude Reisbach fand eine Schulversammlung mit allen Reisbacher Klassen statt. Bereits mit großer Ungeduld und Spannung wurden die neuen "Pausenboxen" von den Schülern erwartet. Für jede Klasse befindet sich eine Auswahl an Pausenspielen in einer Box, welche ab sofort im Spielehäuschen auf dem Pausenhof untergebracht ist. Jede Klasse ist verantwortlich für ihre Spiele. Außerdem wurden wichtige Regeln besprochen. Mit frohem Applaus bedankten sich die Schüler.

 

 

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Elterninformationsabend mit Wahl von Elternbeirat und Klassenelternsprechern

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Der Schulanfang ist nun gut vorüber und allmählich kehrt Alltag im Schulgebäude ein. Zeit für den ersten gemeinsamen Elternabend, der neben allgemeinen Informationen vor allem im Zeichen der Elternbeiratswahl und der Wahl der Klassenelternsprecher stand.