Erstklasselternabend

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Reisbach. Die Vorbereitungen für das neue Schuljahr, vor allem in Bezug auf die neuen Erstklässler sind bereits im Gange. Viele Fragen kommen dabei bei den Eltern auf, Formalitäten gilt es zu klären. Deshalb veranstaltete die Grundschule Reisbach am Dienstag einen Infoabend, der großen Zuspruch erfuhr. Mehrere Referenten vermittelten viele wertvolle Inhalte.
Rektorin Claudia Richwald begrüßte die Anwesenden in der Aula und informierte eingangs über die Grundschule Reisbach mit Außenstandort in Oberhausen. In elf Klassen werden derzeit die Schülerinnen und Schülern unterrichtet, wobei die Klassen 1c, 2c, 3c und 4c jeweils in Oberhausen beschult werden. Im Herbst werde man nach momentanem Stand voraussichtlich 78 Schulanfänger an der Schule begrüßen können.
Die Rektorin betonte, dass man auf eine anregende Lernumgebung Wert lege, was gerade den Erstklässlern nach der Umstellung vom Kindergarten zur Schule zugute komme. Freude am Lernen und das veranschaulichte Vermitteln der Lerninhalte seien wichtige Ziele. „Fördern und Fordern“ solle in der Praxis zum Tragen kommen. Positiv wirke sich die Teilung der Klassen für spezielle Unterrichtsfächer aus. Neben der Vermittlung von Wissen lege man auch Wert auf eine Vermittlung von Werten und Sozialkompetenzen. Auch stellte sie die Arbeit der Förderlehrerin vor.
Claudia Richwald bat die Eltern schon jetzt um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder. Die Schulleitung wie die Lehrkräfte haben für Anliegen stets offene Türen. Sie verwies auf die Homepage der Schule und die Elternbriefe, die den Eltern die Möglichkeiten geben, sich laufend auf dem aktuellen Stand zu halten und zu informieren. Auch im kommenden Schuljahr setze man sich zum Ziel, das Thema Stärken von Selbsttätigkeit und Selbstverantwortung weiter voran zu bringen, wofür auch die Lernwerkstatt ihren Beitrag leiste.
Konrektorin Sandra Schütz erörterte, was an der Schule außer des regulären Unterrichts sonst noch geboten ist, auch vor dem Hintergrund, um mit verschiedenen Aktivitäten und Aktion den Kindern die Möglichkeit zu geben, ihre Talente einzubringen: Weihnachtsfeier, Wettbewerbe, Projekte, sportliche Veranstaltungen und anderes mehr wurden hierbei stellvertretend genannt. Im Rahmen des Schulfruchtprogrammes bekommen die Buben und Mädchen einmal wöchentlich Obst und Gemüse in der Pause angeboten, geliefert von der Höhenberger Biokiste. Ein Höhepunkt sei alljährlich der Besuch des Schullandheimes in Habischried. Wer möchte, könne auch ein Wahlfach belegen, wobei im heurigen Jahr Kunst oder Chor angeboten werden.
Ganz konkrete Tipps hatten Maria Konrad und Birgit Ramsauer für die Eltern, damit der Start in die Schule gut gelingt. Sie übernehmen im kommenden Jahr jeweils eine erste Klasse. Damit auch die Kinder wissen, was sie erwarte, werden sie noch in diesem Schuljahr zum Schnuppern eingeladen. Zwei Schulstunden und eine Pause erleben sie dabei aktiv mit. Sie empfahlen den Eltern, den Weg zur Schule mit ihren Kindern schon im Vorfeld einige Male zu üben und die ABC-Schützen während der ersten Zeit auch zu begleiten. Alljährlich kümmere sich auch der ADAC darum, dass die Buben und Mädchen unfallfrei im Straßenverkehr unterwegs seien und verteile dazu Warnwesten.
Bei den Erstklässlern werde eine gewisse Selbständigkeit vorausgesetzt, wozu das eigenständige an- und umziehen gehöre. Auch sollten sie eine gewisse Ordnung am Arbeitsplatz halten können. Wichtig sei auch, dass die Schülerinnen und Schüler Regeln und Anweisungen beachten. Wer konkret sein Kind fördern möchte, sollte vorlesen, mit ihnen spielen und viel sprechen. Ein gewisses Verständnis für Zahlen lasse sich im Alltag vermitteln, etwa, wenn man beim Tischdecken schaue, wie viele Teller benötigt werden. Wer von den Kindern bereits lesen oder rechnen möchte, sollte nicht daran gehindert werden. Andererseits mache es auch wenig Sinn, die Kinder dazu zu drängen. Bereits im Kindergarten werde auf die korrekte Stifthaltung und Körperhaltung beim Malen geachtet und der richtige Umgang mit Schere und Kleber geübt. Auch die Sozialkompetenzen werden hier bereits vermittelt. Positiv wirke sich aus, wenn es am Morgen nicht zu hektisch zugehe, weshalb die Kinder lieber ein paar Minuten früher aufstehen sollten. Das setze voraus, dass sie rechtzeitig ins Bett gebracht werden.
Claudia Richwald führte aus, dass die Schuleinschreibung am Mittwoch, 5. April erfolge und erörterte dazu alles Wissenswerte. Sie beginne um 13.15 Uhr für die Buchstabenbereiche A bis K und um 14.45 Uhr von L bis Z. Schulpflicht bestehe für Kinder, die zwischen 1. Oktober 2010 und 30. September 2011 geboren wurden. Es gebe auch Ausnahmeregelungen für Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind (1. Oktober bis 31. Dezember 2011, auf Antrag, ab 1. Januar 2012 mit schulpsychologischem Gutachten). Eine Zurückstellung erfordere ein Attest.
Elternbeiratsvorsitzende Erika Mooser berichtete über das Zustandekommen des Elternbeirates, wozu die Wahlen Anfang des Schuljahres stattfinden. Vorgestellt wurde auch der Grundschul-Förderverein durch 1. Vorsitzenden Hans Hübner. Er informierte darüber, dass sich die Mitglieder nicht nur aktiv durch Mithilfe einbringen, sondern dass der Verein auf unterschiedliche Weise die Grundschule auch finanziell unterstütze. Zugleich warb er um eine Mitgliedschaft. Auch über die Mittagsbetreuung erfuhren den Eltern Wissenswertes, vorgetragen von Mitarbeiterin Christine Leigraf. Dabei wurde das gesamte Konzept erörtert, wonach die Grundschüler das verlängerte oder das reguläre Angebot nutzen können. Neben Hausaufgabenbetreuung bleibe Zeit für Spiele und gemeinsame Unternehmungen. Am Tag der Schuleinschreibung können sich alle Interessanten beim Tag der offenen Tür über das Angebot informieren.