ET GS Elternabend kl

Elternabend zukünftige Schulanfänger

Reisbach. Die Eltern der künftigen Schulanfänger waren am vergangenen Dienstag zum ersten Elternabend an die Grundschule nach Reisbach eingeladen. Die Schuleinschreibung und somit der Schulstart ist am Kommen und so bekamen die Eltern nützliche Tipps und viele wichtige Informationen mit auf den Weg.


Zu Beginn stellte Rektorin Claudia Richwald die Grundschule Reisbach/Oberhausen kurz vor. Unterrichtet werde in elf Klassen, wobei die Klassen 1c, 2c, 3c, und 4c in Oberhausen sind. Aktuell besuchen 252 Schüler die Schulorte. Weiter führte sie aus, was der Schule wichtig sei. Es soll eine anregende Lernumgebung geboten sein, denn vor allem in der ersten Klasse ist die Umstellung von Kindergarten auf Schule sehr wichtig. Die Freude am Lernen wird groß geschrieben und durch veranschaulichtes Vermitteln des Lernstoffes komme es den Kindern oftmals nicht wie „Lernen“ vor. Fördern und fordern wolle man durch spezifische Fördermaßnahmen. Dabei werden die Klassen in speziellen Unterrichtsstunden geteilt und in kleinen Einheiten gearbeitet. Die Werteerziehung und Vermittlung von Sozialkompetenzen präge für das Leben und dürfe in der Grundschule nicht zu kurz kommen. Sie bat zudem um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern, die bei Anliegen sich direkt an die Lehrkraft oder Schulleitung wenden sollen, ging auf die Anforderungen der Politik ein oder auch wie der ideale Lehrer aussehe. Ein häufiger Lehrerwechsel könne nicht beeinflusst werden, das Personal werde Ende der Sommerferien entsprechend zugewiesen. Die Transparenz an der Schule und deren Veranstaltungen sei über die Homepage gegeben. Zusätzlich gibt es regelmäßige Informationen über die Elternbriefe.
Schuleinschreibung selber ist am Mittwoch, 11. April um 13.15 Uhr von A-K und um 14.45 Uhr von L-Z. Die entsprechenden Unterlagen wurden bereits an dem Abend ausgegeben. Am Schuleinschreibungstag selber erfolgt ein 45-minütiges Screening der Kinder. In der Zwischenzeit erledigen die Eltern die Formalitäten, erhalten Informationen vom Elternbeirat oder können die Mittagsbetreuung im Rahmen der Tag der offenen Tür besuchen. Regulär schulpflichtig sind Kinder, die bis zum 30. September sechs Jahre alt werden oder letztes Schuljahr zurückgestellt wurden. Oktober- bis Dezemberkinder können in die Schule aufgenommen werden, müssen aber nicht. Für Kinder, die nach Dezember geboren wurden, ist zusätzlich ein schulpsychologisches Gutachten erforderlich, dass die Schulfähigkeit bestätigt. Bei einer Rückstellung ist ein Attest vom Arzt bis zum Einschreibetag vorzulegen.
Konrektorin Sandra Schütz gab Eindrücke rund ums Jahr. Dabei wolle man alle Talente und Bereiche fördern und ansprechen. Ob Weihnachtsfeier, Adventskalender gestalten im künstlerischen Bereich, Theaterbesuch und Lektorenlesungen im kulturellen Bereich oder Sportfest und Einerball- und Fußballturnier im sportlichen Bereich; es werden die verschiedensten Bereiche angesprochen. Mit dem Schulfruchtprogramm erhalte man einmal wöchentlich von der Höhenberger Biokiste Obst und Gemüse für die Pause, die vierten Klassen dürfen seit Jahren ins Schullandheim Habischried, was immer ein besonderes und unvergessliches Erlebnis sei. Außerdem beteilige man sich an verschiedenen Projekten. In den Arbeitsgemeinschaften werde zusätzlich zu den regulären Unterrichtsfächern ein „Wahlfach“ angeboten, z.B. Kunst, Flöte, Chor oder Computer.
Judith Schneider, die bereits seit vielen Jahren die Klassen 1 und 2 unterrichtet, hatte Tipps und Hilfen für die Schulanfänger und auch die Eltern mitgebracht.

Noch vor dem ersten Schultag dürfen die Kinder zum Schnuppern an die Schulen kommen. Dabei wird in zwei Unterrichtsstunden und einer Pause ein wenig Schulalltag vermitteln. Damit der Weg zu Schule sicher gefunden wird, könne man ihn bereits vorab einige Male bestreiten und auch zu Beginn der Schule mit den Kindern gemeinsam gehen. Im Unterricht werde anfangs das Thema Verkehrserziehung unterstützend wirken. Der ADAC stellt außerdem Warnwesten zur Verfügung. Den künftigen Erstklässlern sollten sich selber anziehen, umziehen und ausziehen können, Ordnung an ihrem Arbeitsplatz halten können und Regeln befolgen bzw. Anweisungen ausführen können. Zudem könne man durch Vorlesen, Sprechen und Spiele die Sprache fördern. Vor allem solle in ganzen Sätzen gesprochen werden, damit sich die Sprache entwickeln kann und später gut aufs Papier komme. Auch das Thema Stifthaltung und Körperhaltung wurde angesprochen oder Umgang mit Schere und Kleber. Hier lobten die Lehrkräfte die örtlichen Kindergärten, die in diesen Bereichen und auch im Bereich Sozialkompetenz hervorragende Arbeit leisten. Mathematische Kompetenzen könne man zu Hause mit Würfelspielen schulen oder in den Alltag einbauen: wie viele Teller brauchen wir. Weiter könne man Gegenstände vergleichen, Feinmotorik beim Gemüseschneiden üben und insgesamt viel Bewegung miteinbauen. Lösungsstrategien können die Kinder beim Socken sortieren entwickeln. „Trauen sie ihrem Kind ruhig etwas zu und loben sie es“. Die Kinder müsse man nicht bremsen, wenn sie lesen oder rechnen wolle, man solle sie aber auf keinen Fall dazu drängeln oder zwingen. Bei der Aussprache der Buchstaben solle man nur den Buchstaben sprechen, denn sonst werde beim Lesen schnell aus Mama „eMa-eMa“. Der Start in den Morgen solle ruhig erfolgen und ohne Hektik, darum für das rechtzeitige Zu-Bett-Gehen sorgen und lieber zehn Minuten früher aufstehen. Wichtig ist vor allem, dass Eltern und Kinder neugierig auf den ersten Schultag sind, denn es ist ein schöner Tag! Mit einer positiven Einstellung mache „Lernen einfach nur Spaß“.
Elternbeiratsvorsitzende Erika Mooser berichtete, wie sich der Elternbeirat zusammensetzt, wann und wie die Wahlen stattfinden. Außerdem gab sie Einblicke über die Arbeit des Gremiums und dessen Aufgaben. Den Förderverein stellte Andreas Steinberger näher vor und berichtete, dass sich der Verein finanziell bei Veranstaltungen einbringe oder auch verschiedene Anschaffungen unterstütze, die den Schülern zu Gute kommen. Man freue sich über neue Mitglieder und Helfer dabei.
Von der Mittagsbetreuung war Christine Leigraf vor Ort und erörtere das Konzept. Die Grundschüler können das verlängerte oder das reguläre Angebot nutzen. Hausaufgabenbetreuung, gemeinsames Spiel oder Unternehmungen werden mit angeboten. Am Tag der Schuleinschreibung besteht im Rahmen eines Tags der offenen Tür die Möglichkeit, sich vor Ort nochmals Informationen zu holen.

 

Bild GS Elternabend       Viele Informationen gab es für die Eltern der künftigen Schulanfänger, hier die Redner des Abends: Judith Schneider, Sandra Schütz, Erika Mooser, Christine Leigraf, Andreas Steinberger und Claudia Richwald