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Viele Wege sind offen

Reisbach. Unter dem Motto „Viele Wege sind offen“ stand der Elternabend, zu dem die Grundschulen Reisbach, Simbach und Frontenhausen-Marklkofen die Eltern der Drittklässler eingeladen hat.

An dem Informationsabend bestand die Möglichkeit, die vielfältigen Wege des bayerischen Schulsystems kennenzulernen. Konrektorin Sandra Schütz begrüßte dazu die eingeladenen Eltern in der Schulaula, besonders aber auch die Vertreterinnen der Grundschule Frontenhausen-Marklkofen Konrektorin Karin Käding, Grundschule Simbach Rektorin Birgit Ehrenreich und Klassenlehrerin Sophie Gerstl von der Grundschule Reisbach.

Wie die Beratungslehrerin Sandra Schütz betonte, wolle man mit diesem Abend aufzeigen, dass den Kindern mit jeder Schulwahl alle Wege offen stehen. Oftmals werde der „Übertrittsdruck“ als sehr massiv angesehen – gerade das möchte man mit diesem Abend verhindern und dagegen vorbeugen.
An diesem Abend wolle man über die vielen Möglichkeiten und Chancen des bayerischen Schulsystems informieren. In der vierten Klasse werde man dann den Leistungsstand des Kindes feststellen und dementsprechend solle eine erste Entscheidung getroffen werden. An allen Schulen erfahren die Kinder in der fünften Klasse intensive Förderungen. Nun bestehe die Möglichkeit, die getroffene Entscheidung entsprechend zu überdenken und neue Wege zu gehen. Sandra Schütz betonte, dass dabei immer der Schüler im Mittelpunkt stehen solle. Oftmals bedarf es Zeit, damit sich die Kinder entsprechend entwickeln können. Diese Zeit dürfe man getrost geben, denn mit Erfolgen lasse sich mehr erreichen, als mit Misserfolgen, die zudem die Stimmung im Elternhaus als auch bei den Kindern trüben. Gemeinsam wählen die Eltern mit ihrem Kind den individuell angemessenen Bildungsweg. Die Lehrkräfte stehen als Ratgeber gerne zur Seite und helfen bei der richtigen Einschätzung. Entsprechende Informationsveranstaltungen bieten dabei ebenfalls Hilfestellung. Neben dem Leistungsvermögen des Kindes sollten auch die Anforderungsprofile der jeweiligen Schulen berücksichtigt werden und natürlich die persönlichen Ziele des Schülers. Was die drei gängigen Schulen betreffe, so werde in der Mittelschule sehr praktisch gearbeitet und der Schwerpunkt in der Berufsorientierung gesetzt. In kleinen Klassen erfahren die Kinder viel Unterstützung. Im Gymnasium dagegen habe man ein hohes Lerntempo, eine eher theoretische Ausrichtung und es wird ein großes Maß an selbständigem Lernen gefordert. Die Realschule dürfe man in der Mitte anordnen.
13 Schularten mit unterschiedlichen Schwerpunkten, Anforderungen, Zielen und Lerngeschwindigkeiten stehen den Schülern zur Verfügung. Das bedeutet unterschiedliche Schwerpunkte (sprachlich, naturwissenschaftlich, kaufmännisch, musisch), verschiedene Anforderungen (anschaulich – abstrakt, praktisch – theoretisch), verschiedene Ziele (Abschlüsse, berufliche Ziele, Studium) und auch Geschwindigkeiten (für Abitur: neun Jahre am Gymnasium, neun Jahre über FOS und mindestens elf Jahre über BOS mit Berufsausbildung). Doch stets solle im Mittelpunkt stehen, dass das Ziel über viele Wege erreicht werden könne, denn „Anschlussmöglichkeiten“ sind bei jedem Weg gegeben. Nicht immer ist anfangs die höchstmögliche Schule, die beste Schule für das Kind. Spezielle Fördermaßnahmen in den fünften Klassen unterstützen die Kinder und oftmals werden nach dieser Klasse nochmals neue Wege eingeschlagen. In diesem Zusammenhang stellte Sandra Schütz auch die bayerischen Mittelschulen näher vor und zeigte den Weg bis zum Studium auf. Auch die Bildungswege der anderen Schulen wurden näher in Augenschein genommen und es zeigte sich nochmals die Vielseitigkeit des Schulsystems in Bayern.
Um die richtige Entscheidung zu treffen, sind die Eltern nicht auf sich alleine gestellt. Es besteht ein umfassendes Info- und Beratungsangebot. Die Lehrkräfte der Grundschule, Lotsen im Übertrittsverfahren, Beratungsfachkräfte und die staatliche Schulberatungsstelle stehen ebenso helfend zur Seite wie die Internet-Seiten „www.km.bayern.de“ und „www.meinbildungsweg.de“, bei denen die Eltern selbständig Informationen einholen können.

Bild GS  Sophie Gerstl, Karin Käding, Beratungslehrerin Sandra Schütz und Birgit Ehrenreich – das bayerische Schulsystem mit seinen vielfältigen Möglichkeiten standen im Mittelpunkt eines Elternabends