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„Das Traumfresserchen“ war zu Gast


Reisbach. Das Theater „HERZeigen“ bereitete den Grundschüler aus Oberhausen und Reisbach eine traumhafte Unterrichtsstunde. Außerdem durften auch die Vorschulkinder der Kindergärten St. Michael und St. Wolfsindis das Theater in der Turnhalle besuchen und hatten hinterher viel zu erzählen. Rektorin Claudia Richwald begrüßte das Tübinger Ensemble „HERZeigen“ mit den beiden Schauspielerinnen Isabelle Guidi und Johanna Sophia Müller, aber auch besonders die Zuschauer, die schon mit dem ersten Ton auf der Bühne mucksmäuschenstille und wie verzaubert waren.

Das musikalische Märchen „Das Traumfresserchen“ aus der Feder von Michael Ende brachten sie mit

unglaublichem Schauspieltalent, viel Einfühlungsvermögen, phantasiereich und professionell vor. Mit Akkordeon und Ukulele entführte „HERZeigen“, das Bühnenbild mit weißen Tüchern und einem riesigen Himmelbett standen im Mittelpunkt des Sing- und Schattenspieles. In Schlummerland ist das Wichtigste für alle Leute, gut zu schlafen. Derjenige, der am Besten schlafen kann, ist der König. Nur Prinzessin Schlafittchen freut sich abends nicht aufs Bett. Sie fürchtet sich vor dem Einschlafen, weil sie nachts oft böse Träume hat. Ärzte und Doktoren aus dem ganzen Land können ihr nicht helfen. Bald weiß man es schon in ganz Schlummerland und man tuschelt hinter vorgehaltener Hand: „Es ist eine Schande! Die Prinzessin, – des Königs Tochter! – schläft nicht mehr!“.
Da schließlich macht sich der König selber auf eine Reise in die Welt hinaus, um ein Mittel gegen böse Träume zu finden. Schließlich begegnet er leibhaftig einem Dialekt redenden Schäfer. Zwei weiße Kissen werden zu blökenden Schafen, die es gilt, zu zählen. Das Kissen wird zum Steuer und ein Autofahrer rät, das Kind abends herumzufahren. Ein singendes Kräuterweibchen rät zu einem Lavendelsäckchen, ein Müller zu warmen Socken und einem Glas Milch; eine Mutter mit Baby zu einem Schlafliedchen. Doch alles haben die Eltern schon probiert. Plötzlich sieht der König ein Stückchen glitzerndes Mondlicht im Ginster. Und das hat Arme und Beine und sieht mit seinen abstehenden schwarzen Haaren und dem verkrumpelten Puppengesicht gutmütig aus. »Ich hab so Hunger«, ruft das Wesen. Der König bietet ihm sein Butterbrot an. Aber nur »böse Träume« schmecken ihm, dem Traumfresserchen. Da lacht der König erleichtert, denn genau hier liegt ja die Rettung. Aber es gibt immer noch ein Problem: man muss das Traumfresserchen mit einem Lied einladen. Und genau diesen Text durften sich am Ende alle Kinder mit nach Hause nehmen, damit auch sie es singen können und die bösen Träume alle aufgefressen werden. So können nun alle – die Prinzessin und die Reisbacher Kinder – wieder gut schlafen.
Die Schauspielerinnen schlüpften mit wenigen Verkleidungsveränderungen, anderen Stimmen und typischen Körperhaltungen in unterschiedliche Rollen, mal singend, mal tanzend, mal tratschend.

Bild        „HERZeigen“ entführt ein die Welt des „Traumfresserchen“ und begeisterte damit die Kinder