Honigspende

honigspende

Reisbach. (ob) Mit einer doch recht imposanten Honigspende fand der Niederbayerische Imkertag eine besondere Abrundung. Als der Imkerverein Reisbach diese Großveranstaltung Mitte Juli abwickelte, wurden von den Mitgliedern eine Vielzahl von Gläsern bereit gestellt, gefüllt mit dem hochwertigen Naturprodukt. Aufgebaut zu einer Pyramide fanden sie während des Imkertages auf der Bühne Platz.

Fest stand, dass diese Gabe für einen guten Zweck bestimmt war. Insgesamt waren es gut 100 Gläser, die bereit standen. Dabei legte man schon im Vorfeld fest, dass die Hälfte an Landrat Heinrich Trapp gegeben wird und die andere Hälfte an den Schirmherrn Ersten Bürgermeister Rolf-Peter Holzleitner.

Am Donnerstag entsandte der Verein Ersten Vorstand Alois Denk und Festausschussmitglied Herbert Müller, um die etlichen Pfund Honig an den Bürgermeister weiter zu reichen. Dabei war diese süße Gabe natürlich nicht für den Eigenverzehr gedacht ist, sondern zur Unterstützung sozialer Zwecke und so lud der Empfänger zugleich auch die Vertreterinnen jener Organisation und Einrichtungen ins Rathaus ein, die Nutznießer dieser guten Tat sein sollten. Er dankte für diese schöne Idee. Die Begünstigten waren schnell gefunden. Die Kinder und die Senioren in der Gemeinde. Zusätzlich Menschen, denen es auf einem anderen Erdteil deutlich schlechter geht als uns. Damit sollte auch das ehrenamtliche Engagement der in dieser Organisation Tätigen honoriert werden.

Gläser standen bereit für die Kindergärten St. Michael und St. Wolfsindis sowie die Kinderkrippe Haus der Kleinen Freunde. Die Leiterinnen Hannelore Eidinger und Sabine Roth nahmen die Gabe entgegen. Man wird den Honig für das gesunde Frühstück werden, eventuell auch zum Backen. Weitere Gläser gingen an die Grund- sowie an die Mittelschule, worüber sich die Rektorinnen freuten. Die Schulleiterin der Maximus-von-Imhof-Mittelschule Martina Huber berichtete, dass der Honig in erster Linie für den Zweig Soziales bereit gestellt wird. An der Grundschule, so Claudia Richwald, wird er zum gesunden Frühstück gereicht. Auch an die Mittagsbetreuung wird man denken. Christine Wimmer, die Heim- und Pflegedienstleiterin des Senioren- und Pflegeheimes St. Josef freute sich, dass auch diese Einrichtung bedacht wurde. Die Spende soll so aufgeteilt werden, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner in deren Genuss kommen. Schließlich durfte Karin Wenger die Gabe für die Philippinenhilfe e. V. entgegen nehmen. Zwar kann man die Gläser nicht zu den philippinischen Inseln schicken. Aber, man wird sie verkaufen und die Einnahmen für die Projekte verwenden. Unter anderem werden mehrere Schulen der Elementar-/Kollegstufe unterstützt oder erhalten Kinder in verschiedenen Einrichtungen vitamin- und mineralreiche Speisung aufgrund extremer Mangelernährung.

Erster Vorstand Alois Denk freute sich, dass „seine“ Mitglieder auf diese Weise Gutes tun konnten. Er freute sich aber auch darüber dass diese so großzügig spendeten, damit es viele Nutznießer gibt. Jede Empfängerin durfte acht Gläser entgegen nehmen. Dabei zeigte er sich mit der Wahl der Begünstigten mehr als zufrieden. Der Fachmann informierte zugleich darüber, was den echten Deutschen Imkerhonig auszeichnet, der hohen Qualitätsansprüchen genügt. Während man oftmals gerade auch bei ausländischem Honig wenig Einblick in dessen Gewinnung hat, könne der Konsument sicher sein, ein hochwertiges, heimisches Produkt auf dem Tisch zu haben. Letztlich sei es für den Käufer wie für die Umwelt mit ihrer Flora und Fauna von Vorteil, darauf zurück zu greifen und zugleich werde damit auch die Arbeit des Imkers honoriert.

 

Foto: Dank großzügiger Spenden seitens der Imker konnte das Naturprodukt an verschiedene Einrichtungen weiter gegeben werden.