4. Klassen zu Besuch beim Bürgermeister

 

 Grundschule Reisbach – 4. Klassen zu Besuch beim Bürgermeister

Reisbach/Oberhausen. In der vierten Klasse wird im Heimat- und Sachkundeunterricht großer Wert auf die Bedeutung der Heimat gelegt. Vor allem die Vertrautheit mit der unmittelbaren Umgebung solle die emotionale Beziehung zur Heimat festigen. Dazu gehört unter anderem das Kennenlernen der örtlichen Kultur sowie die Beschäftigung mit sozialen und politischen Strukturen. Bereits vorab hat man sich im Unterricht mit den Themen Ämter im Rathaus, Aufgaben der Gemeinde und Gemeinderat beschäftigt. Nun will man den Fokus auf die örtliche Gemeinde lenken. Aus diesem Grund haben sich die vierten Klassen kürzlich aufgemacht, um Bürgermeister Rolf-Peter Holzleitner sowie den Mitarbeitern im Rathaus einen Besuch abzustatten.


Dabei stellte das Gemeindeoberhaupt den Schülern die Marktgemeinde kurz in Zahlen vor. Der Markt Reisbach ist nach den Städten Dingolfing und Landau die drittgrößte Gemeinde im Landkreis Dingolfing-Landau. Es leben derzeit rund 7.800 Einwohner in 121 Ortsteilen. Im Jahr 2018 sind bisher über 70 Geburten und rund 50 Trauungen zu verzeichnen. Außerdem stellte er die Größe der Marktgemeinde mit ihrer Waldfläche sowie die Nachbargemeinden vor und sah, dass die Schüler bestens vorbereitet waren.
Weiter stand der Bürgermeister den Kindern zur Beantwortung der mitgebrachten Fragen zur Verfügung. Ob die Höhe des Rathauses, seit wann es die Gemeinde Reisbach gibt bis hin zu der Mitarbeiteranzahl bei der Gemeinde oder das Alter des Gemeindeoberhaupts, das Interesse war groß.
Anschließend führten Christian Gruber und Christine Kaltenhauser die Klassen durch das Rathaus und stellte ihnen die verschiedenen Aufgabenbereiche näher vor. In der Bauregistratur im Speicher ist für jedes Haus in der Gemeinde ein Akt mit einem Bauplan vorhanden. Das Einwohnermeldeamt sei für die An- und Abmeldung und die Beantragung von Pässen zuständig. Im Standesamt werden Geburten, Sterbefälle und Trauungen gemeldet. Außerdem ist hier das Fundamt untergebracht. Der Weg führte in das Trauungszimmer und zur Steuerverwaltung. In der Kämmerei stellte man den Vergleich Taschengeld mit Haushaltsplan auf. Jeder könne frei über das Geld verfügen, das ihm zugeteilt werde, so auch in der Gemeinde. Im Archiv im Keller sind viele alte Akten, die alle eine gewisse Zeit aufgehoben werden. Das älteste Dokument aus 1723 ist noch in Deutscher Schrift und mit Feder geschrieben.


Im Bauamt gab es einen Blick vom Weltall aus auf die Erde und gemeinsam suchte man mit den Grundschülern den Ort Reisbach bzw. Oberhausen ond deren Heimatorte.


Die Klassen bedankten sich für den abwechslungsreichen und informativen Unterricht im „Klassenzimmer Gemeinde“ mit einem Dankeschön. Die Klasse 4a war mit Andrea Gassner, die 4b mit Daniela Mandl und die Klasse 4c mit Lisa Schmerbeck vor Ort.