Elternabend „Gefahren des Internets“

ET GS Gefahren im Internet 002

Per Mausklick einmal um die Welt, das Internet ist in vielerlei Bereichen eine große Bereicherung. Doch es birgt auch große Gefahren, denen sich vor allem Kinder oftmals nicht bewusst sind. Um für das Thema zu sensibilisieren, haben die Maximus-von-Imhof-Mittelschule und die Grundschule Reisbach zum gemeinsamen Elternabend „Gefahren des Internets“ eingeladen. Als Referent konnte hierfür der medienpädagogisch-informationstechnische Berater (MIB) am Schulamt Dingolfing-Landau – Jürgen Wolf – gewonnen werden.


Wie Konrektorin Sandra Schütz ausführte, betrifft das Thema alles Altersgruppen. Die Wichtigkeit von Handy und Internet habe zugenommen und man dürfe sich als Erwachsener dabei nicht ausnehmen. „Wie oft sehen wir uns dazu gezwungen, nochmal schnell einen Blick drauf zu werfen“.
Jürgen Wolf leitete den Abend mit einem Film ein, bei dem vor allem der Aufruf kam, die Kinder umfassend zu schützen. Verschiedene Statistiken sagen aus, dass Kinder schon im Vorschul- und Grundschulalter Handy, Spielekonsolen und PC´s rege nutzen, auch das TV-Gerät ist bereits fester Bestandteil. 94 Prozent der Zwölf- und 13jährigen nutzen täglich das Internet und mit zunehmendem Alter steigt auch die zeitliche Dauer der Nutzung stark an. Jürgen Wolf verwies auf die 3-6-9-12-Regel: keine Bildschirmmedien unter drei Jahren, keine eigene Spielekonsole vor sechs Jahren, kein Handy oder Smartphone vor neun Jahren und keine unbeaufsichtigte Computer- und Internetnutzung vor zwölf Jahren.
Die Gefahrenquellen im Internet sind dabei vielseitig, von Mobbing über Abzocke bis hin zu Verträgen, die man unbewusst abschließt und Verletzung der Menschenwürde.
Abofallen – davor sind auch Erwachsene nicht sicher; der Taschengeldparagraf (§ 110 BGB) mache den Abschluss auch für Jugendliche schon möglich, illegale Filmdienste, das „Abholen“ von Viren in PCs, Tablets, Handys, TVs, Industrieanlagen, „Doxxing“, E-Mail Angriffe, PayPal Betrug,
Fakeshops, Produktpiraterie, Pornografische Internetseiten, Pro-Ana-Seiten (Magersucht) – die Kinder sind Gefahren in verschiedensten Bereichen ausgeliefert.
Bei Whats-App-Gruppen, die die Kinder nutzen, ist die Erlaubnis der Eltern einzuholen. Verschiedene Sicherheitstipps kamen zur Sprache und auch der Hinweis auf Spielsucht und die angegebenen Altersfreigaben. Woran erkennt man eine Computer-, Spiele- und Internetsucht und was lässt sich dagegen machen.
Anhand von verschiedenen Beispielen, auch aus der näheren Umgebung zeigte der Redner auf, dass das Thema aktueller denn je ist. „Bitte schützen Sie Ihr Kind“ bat der Redner. Sicherheitseinstellungen gilt es zu aktivieren, PC, Notebook, Tablets und Handys sollen regelmäßig auf Updates & Patches gecheckt werden. Auch Browser, Virenscanner und Firewall sollen auf neuestem Stand beziehungsweise ein Adware-Cleaner installiert sein. Ist die Webcam ausgeschaltet oder abgeklebt, kommen keine ungewollten Bilder ins Netz. Die E-Mail-Adresse kann mit „HPI Identity Leak Checker“ geprüft werden und Router, Netzwerkgeräte und WLAN sollen aktualisier und abgesichert sein.

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