Elternabend für die zukünftigen Erstklassler

Schulanfnger Elternabend

Auf die Erstklässler, die heuer im September ihre Schullaufbahn beginnen, wartet eine spannende Zeit.

Ob der Start gelingt, liegt auch an den Eltern. Sie können zum einen ihre Kinder ermutigen und ihnen das Vertrauen geben, dass sie nun groß genug sind, um diese Aufgabe meistern zu können. Darüber hinaus können sie ganz gezielt, durchaus auch spielerisch, die Buben und Mädchen darauf vorbereiten.
Großen Zuspruch erfuhr der Elternabend, den die Grundschule am Dienstag für die Schulanfängereltern organisierte. Konrektorin Sandra Schütz sowie die derzeitigen Zweitklasslehrerinnen Jasmin Fischer, Birgit Ramsauer und Maria Konrad sowie die weitere Lehrkraft Andrea Gassner gaben dazu die nötigen Informationen, die für die Eltern relevant sind, weiter.
Wichtig sei, dass sich Schüler und Eltern hier wohl fühlen, wozu auch die Gestaltung des Klassenzimmers beitrage. Die Freude komme ebenfalls nicht zu kurz. Gerade in der ersten Klasse lernen die Kinder spielerisch, sehr anschaulich und mit vielen Materialien. Ein großer Punkt sei die Sozialkompetenz und Werteerziehung. Tugenden wie Höflichkeit, Freundlichkeit oder Teamarbeit gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Schule fordere und fördere. Nachdem es verschiedene Lerntypen gebe, möchte man diesen individuell gerecht werden. Der Digitalisierung trage man mit dem Computerraum Rechnung. Der Ruhegarten biete kleine Rückzugsmöglichkeiten in den Pausen. Neben dem Lernen gebe es allerhand weitere Projekte wie Theaterbesuche, Wettbewerbe, Schulfruchtprogramm, Schullandheimaufenthalt oder Sportfest.
Schulanfänger sollten bereits gewisse Voraussetzungen mitbringen. Hierzu gab es Tipps, wie die erwarteten Kompetenzen zu erreichen sind, was jedoch „kein Trainingsprogramm“ sein sollte. So nehme die Bewegung einen hohen Stellenwert ein. Draußen spielen sei wichtig, balancieren oder hüpfen. Den eigenen Schulranzen tragen zu können trainieren die Kinder, indem sie ihre Sachen selbst zum Kindergarten bringen. Die korrekte Stiftehaltung erleichtere das Schreiben. Das Ausmalen sei ein wesentlicher Faktor. Ebenso sollten sie geometrische Formen kennen, den eigenen Namen schreiben, mit der Schere schneiden, mit Kleber hantieren können. Feinmotorik lasse sich auch in der Hausarbeit trainieren, etwa beim eigenständigen Streichen des Brotes. „Ich muss dem Kind etwas zutrauen.“ Eine weitere Säule sei das mathematische Sehen, also Gegenstände etwa nach Eigenschaften oder Farben zu erkennen. Das könne geschult werden, wenn die Kinder die Teller zum Tisch bringen und diese zählen. So lasse sich vieles gut in den Alltag integrieren. Würfelspiele wurden ebenfalls empfohlen. Auch eine gewisse Konzentrationsfähigkeit werde vorausgesetzt.
Hinzu komme die Sprache. Hier werden ganze Sätze erwartet, wobei die Eltern eine Vorbildfunktion einnehmen. Sie sollten häufig vorlesen oder mit dem Nachwuchs Bilderbücher anschauen und sich darüber erzählen lassen. Wer immer wieder hochdeutsch höre, tue sich später beim Schreiben leichter.
Auch der emotionale und soziale Bereich wurde angesprochen. Rücksicht nehmen, sich an Regeln halten, Selbstbewusstsein entwickeln, Kontaktfreudigkeit stehen hier im Vordergrund. Auch für diese Kompetenzen gab es praktische Beispiele. Der Schulweg sollte ebenfalls im Vorfeld geübt werden. Werden die Kinder zunächst noch begleitet, so sollten die Eltern ihnen vermehrt Freiraum geben.
Maria Haas stellte die Mittagsbetreuung vor. Diese werde jeweils ab Unterrichtsende bis längstens 16.30 Uhr mit Hausaufgabenbetreuung von Montag bis Donnerstag angeboten. Am Freitag stehe die Freizeit im Vordergrund. Am Tag der Schuleinschreibung finde ein Tag der offenen Tür statt. Die Eltern können ihren Bedarf an diesem Termin äußern, was zur Planung diene. Ab kommenden Schuljahr sei jedoch keine Abholung zwischen 14 und 15.30 Uhr möglich, weil dies die Hausaufgabenzeit sei und man hier für Ruhe sorgen möchte. Elternbeiratsvorsitzende Monika Ebnet stellte die Arbeit des Eltern-Gremiums vor und bat um tatkräftige Mitarbeit, schließlich sei man zum Wohle der Kinder tätig. Als Verbindung zwischen Elternschaft und Schule sei man ein wichtiger Part. Im Jahreslauf unterstütze man verschiedene Aktionen. Auch warb sie für den Förderverein der Grundschule und dafür, hier Mitglied zu werden. Denn dieser Verein schaue immer wieder, dass Mittel erwirtschaftet werden, die für manches „Extra“ verwendet werden können. Dabei sei man darauf bedacht, dass weitestgehend alle Schüler Nutznießer sind.
Die Schulanmeldung erfolgt für das Schuljahr 2019/2020 am Mittwoch, 10. April im Grundschulgebäude Reisbach. Die Kinder mit Familiennamen von A bis H können ab 13.15 Uhr angemeldet werden und die Kinder von I bis Z ab 14.45 Uhr. Neu ist der Schuleinschreibungskorridor. Eltern, deren Kinder zwischen dem 1. Juli und dem 30. September geboren sind, können künftig selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder einschulen lassen oder nicht.

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