Dankbar sein

 

Bei uns stehen oft riesige Portionen am Tisch, wir feiern Feste mit Unmengen an Essen und schlemmen auch ab und zu in Restaurants. Doch diese Fülle an Lebensmitteln, für welche wir an Erntedank besonders danken, ist für Kinder in Afrika nicht selbstverständlich. Bei den vielen Leckereien, die die Schüler der 1a in der Pausenbox hatten, konnten sie sich das so gar nicht recht vorstellen. Deshalb kam Katharinas Papa, Herr Schwarzfischer, in den Religionsunterricht der 1a. Er ist schon viele Male nach Afrika gereist und unterstützt die Einwohner dort. Herr Schwarzfischer hatte uns Bilder von seinen Reisen mitgebracht. Er erzählte, dass die Kinder in Afrika fast eine Stunde lang zu Fuß zur Schule laufen. Vor dem Unterricht müssen sie auch noch Brennholz sammeln. 55 Schüler sitzen eng gedrängt in einer Klasse. Mittags gibt es einen Milchbrei. Sonst nichts! Brunnen werden aufwendig gebohrt und die Schüler müssen das Wasser in Kanistern nach Hause tragen. Gespannt lauschten die Kinder der 1a den Erzählungen von Herrn Schwarzfischer. So intensiv hatten sie sich noch nie mit dem Thema auseinandergesetzt. Eigentlich wollte uns Herr Schwarzfischer nur kurz aus seiner Zeit in Afrika erzählen, doch die Schüler waren so fasziniert von diesem fernen Land, dass der Pausengong glatt überhört wurde. An diesem Tag genossen die Kinder ihr leckeres Pausenbrot mit dem Wissen, dass so eine „einfache Brotzeit“ nicht selbstverständlich ist.

 

Schwarzfischer