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Wieder bis zur 13.Jahrgangsstufe ins Gymnasium

Reisbach. (mb) Die Weichen für die richtige Schullaufbahn des Kindes zu stellen, ist keine leichte Entscheidung. Die Grundschule Reisbach bietet den Eltern der derzeitigen Viertklässler dahingehend so weit möglich Unterstützung an. Deshalb fand am Mittwoch ein Elternband statt, bei dem die verschiedenen Schularten und die damit einhergehenden Anforderungsprofile vorgestellt wurden.

 

Rektorin Claudia Richwald begrüßte dazu einleitend in der Aula die interessierten Eltern. Sodann ging Beratungslehrer Konrad Bachmeier von der Mittelschule Reisbach näher auf das bayerische Schulsystem ein, welches viele Möglichkeiten biete, verschiede Abschlüsse zu erlangen. Nach der Grundschule seien die Kinder noch relativ jung, trotzdem müsse eine Entscheidung gefällt werden, wobei sich die Schularten wesentlich unterscheiden. Es gelte festzustellen, in welche Schule das Kind am besten passe, wofür es jedoch kein Patentrezept gebe, das für alle Kinder anwendbar sei. Leistungs- und Lernvermögen sollten möglichst objektiv eingeschätzt und eine Über- oder Unterforderung vermieden werden. Große Aussagekraft habe die Beurteilung durch die Klassenlehrkraft. Ein Übertritt sei auch nach der 5. Klasse noch möglich, des weiteren gebe es die Möglichkeit des Probeunterrichtes, wenn der erforderliche Notendurchschnitt nicht erreicht werde. An der Mittelschule könne jedes Jahr in den M-Zug gewechselt werden.

Die Leiterin der Maximus-von-Imhof-Mittelschule Martina Huber hob als erste Referentin heraus, dass diese Schule unter anderem durch eine vertiefte Berufsorientierung auf eine erfolgreiche berufliche Ausbildung vorbereite. In dem praktisch orientierten Schultyp werde nach dem Klassenlehrerprinzip unterrichtet. Man könne sie mit dem erfolgreichen Mittelschulabschluss, dem qualifizierenden Mittelschulabschluss (besondere Leistungsfeststellung) jeweils am Ende der 9. Jahrgangsstufe, oder nach der M10 verlassen. Bei der M-Klasse orientiere sich das Anforderungsniveau am mittleren Schulabschluss. Ab der 7. Klasse kommen die berufsorientierenden Zweige Technik, Wirtschaft und Kommunikation bzw. Ernährung und Soziales. An deren Ende stehe die Projektprüfung. Mit Betriebserkundungen, Praxistagen, Praktika, Einbindung externer Experten aus der Wirtschaft, dem Bewerbungstraining und anderem mehr unterstützte man die Schüler bei der Berufswahl.

Die Realschule sei eine Mischung aus Theorie und Praxis, so Beratungslehrerin Gudrun Hagen von der Viktor-Karell-Realschule Landau. Sie vermittle eine breite, allgemeine berufsvorbereitende Bildung und biete ein tolles Sprungbrett für die weiterführenden Bildungswege. Die Basis bilden die 5. und 6. Klasse, die für alle Schüler gleich sei. Ab der 7. Klasse erfolge die Aufteilung in die vier Bereiche der Wahlpflichtfächergruppen: I: technischer Schwerpunkt mit Mathematik und Physik, II Wirtschaftszweig mit Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen, IIIa der sprachliche Zweig mit Französisch und IIIb Haushalt und Ernährung. Nach der Realschule stehen alle Wege offen bis zur Universitätsreife. Die meisten Schüler jedoch beginnen eine Berufsausbildung, Viele besuchen auch die Fachoberschule. Seit 2015 werde die gebundene Ganztagsschule angeboten. Ein ausführlicher Informationsabend zum Übertritt finde am Montag, 26. Februar, in der Schulaula statt, am 4. Mai gebe es beim Tag der offenen Tür Gelegenheit, die Schule kennen zu lernen.

Über das Gymnasium sprach Beratungslehrerin Nicole Aigner vom Gymnasium Landau. Sie führte aus, dass jene Kinder, die heute in die fünfte Klasse gehen, wieder neun Jahre unterrichtet werden. An der Schule werde viel verlangt, aber es sei machbar. Ziel sei die Abiturprüfung als direkter Weg. Sie ermunterte die Eltern, ihre Kinder aufs Gymnasium zu schicken, wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorhanden seien. So müsse der Schüler bereit sein, sich anzustrengen und auch mit Niederlagen zurechtkommen. Er brauche Freude am Lernen, weil ein beachtliches Pensum abgearbeitet werden müsse. Wichtig sei vor allem das Sprachverständnis. Vorgestellt wurden die beiden Ausbildungsrichtungen, der sprachliche sowie der naturwissenschaftliche-technologische Zweig. Schon in der 6. Klasse komme die zweite Fremdsprache hinzu. Im sprachlichen Bereich werde ab der 8. Klasse Französisch oder Spanisch unterrichtet, im weiteren Zweig stehen ab der 8. Klasse als Schwerpunkt Naturwissenschaften vermehrt im Stundenplan. In der Kollegstufe können sich die Schüler zum Teil nach ihren Neigungen spezialisieren. Seminare bringen einen Praxisbezug für die Schüler und fördern die Berufsorientierung. Schon ab der 5. Klasse beginne, wenn zunächst auch noch in lockerer Form, der Nachmittagsunterricht.

Ein Informationsabend zum Übertritt wurde für Donnerstag, 15. März fest gelegt, eine Woche später sei Schnuppernachmittag für Schüler und Eltern.

Alles zum Übertritt

Von der 4. Jahrgangsstufe Grundschule:

Die Grundschule spricht eine Empfehlung aus, welche Schulart für das Kind in seiner derzeitigen Lebensphase angebracht ist. Die Grundschule zieht dafür die Gesamtdurchschnittsnote aus den Fächern Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht der 4. Jahrgangsstufe heran. Für den Übertritt auf das Gymnasium ist eine Durchschnittsnote von mindestens 2,33 erforderlich, beim Übertritt auf die Realschule 2,66. Bei einem Gesamtnotendurchschnitt der Fächer Deutsch, Mathematik sowie Heimat- und Sachunterricht ab 3,00 erhält die Schülerin bzw. der Schüler eine Schullaufbahnempfehlung für den Besuch einer Mittelschule. Das über ein Schuljahr gezeigte Lern- und Leistungsvermögen des Kindes ist daher für die Übertrittseignung maßgeblich. Durch einen erfolgreich absolvierten Probeunterricht an der aufnehmenden Schulart kann ebenfalls die Eignung festgestellt werden.

Probeunterricht
Mit einem erfolgreich absolvierten Probeunterricht an der gewünschten Schulart kann auch eine Eignungsfeststellung erfolgen. Dabei werden in einem dreitägigen Probeunterricht die schriftlichen Aufgaben in den Fächern Deutsch und Mathematik zentral gestellt. In beiden Fächern werden auch mündliche Noten gebildet. Bestanden hat, wer in dem einen Fach mindestens die Note 3 und in dem anderen Fach mindestens die Note 4 erreicht hat.

Eltern entscheiden
Die Eltern können sich für einen Übertritt ihres Kindes entscheiden, wenn im Probeunterricht in beiden Fächern jeweils die Note 4 erreicht wurde.

Von der 5. Jahrgangsstufe Mittelschule:
Das Kind kann auch nach Abschluss der 5. Jahrgangsstufe von der Mittelschule in die 5. Jahrgangsstufe des Gymnasiums wechseln. Für den Wechsel auf ein Gymnasium ist eine Durchschnittsnote im Jahreszeugnis von mindestens 2,0 in den beiden Fächern Deutsch und Mathematik erforderlich. In Härtefällen besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit zur Eignungsfeststellung durch die Lehrerkonferenz. Für die Schülerinnen und Schüler staatlich genehmigter Schulen (z. B. Montessori-Schulen) findet ein eigener landesweit einheitlich gestalteter Probeunterricht statt.

Von der 5. Jahrgangsstufe Realschule:
Nach Abschluss der 5. Jahrgangsstufe an der Realschule kann das Kind in die 5. jahrgangsstufe des Gymnasiums wechseln. Hierfür benötigt es eine Vorrückungserlaubnis und im Jahreszeugnis eine Durchschnittsnote von mindestens 2,50 in den beiden Fächern Deutsch und Mathematik. In Härtefällen besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit zur Eignungsfeststellung durch die Lehrerkonferenz. Für die Schülerinnen und Schüler staatlich genehmigter Schulen (z. B. Montessori-Schulen) findet ein eigener landesweit einheitlich gestalteter Probeunterricht statt.

 Weitere ausführliche Informationen finden Sie hier:

http://www.km.bayern.de/eltern/schularten/uebertritt-schulartwechsel.html